Kulturentwicklungsplanung

Die Abkürzung KEP steht für die im April 2019 beschlossene Kulturentwicklungsplanung der Stadt Köln. Die KEP wurde in einem mehrjährigen partizipativen Prozess erarbeitet und stellt eine Fortentwicklung des Kulturentwicklungsplans aus 2009 dar. Die Historie sowie die Dokumentation von 2009 bis 2019 finden sich auf den Seiten der Stadt Köln

In zwei Staffeln mit je 13 Runden Tischen zu verschiedenen Schwerpunktthemen, in einer spartenübergreifenden Arbeitstagung und in diversen Sitzungen des Lenkungskreises, waren Kunst- und Kulturschaffende, Politik und Verwaltung an dieser Entwicklung beteiligt. Ein externer Moderator, Dr. Jörg Biesler, begleitete den Prozess, um eine möglichst hohe Neutralität und Ausgeglichenheit zwischen den Vertreterinnen und Vertretern der städtischen Institutionen sowie der Freien Szene zu gewähren.

Über 300 Personen haben an diesem partizipativen Verfahren teilgenommen und Entwicklungsideen erarbeitet, die in der KEP als Katalog aufgenommen wurden. Diese werden in den kommenden Jahren, nach Prüfung von Lenkungskreis, Kunst- und Kulturausschuss sowie Beschluss durch den Rat, umgesetzt werden.

Die Entwicklungsideen gliedern sich in die Bereiche städtische Institutionen, Freie Szene und Übergreifende, allgemeine Themen. Zu letzteren gehört beispielsweise die bereits initiierte Digitalisierung des Antragsverfahrens für Kulturförderung.

In 2019 konnten einige Projekte in die Umsetzungsphase starten – erfreulicherweise sogar über die drei geplanten Startprojekte hinaus. Zum jeweiligen Status der Projekte und den aktuellen Entwicklungen finden Sie unter Projekte mehr Informationen. Gerne können Sie sich auch über den Newsletter auf dem Laufendem halten. 

Partizipation

Auch künftig wird die Beteiligung an der Kulturentwicklungsplanung als partizipativem Prozess möglich sein. Hierfür wird es Treffen geben, die den Austausch aller Kulturschaffenden aufrechterhalten, so wie es in der KEP vorgesehen ist. Darüber hinaus gibt es weiterhin den Lenkungskreis, dessen Mitglieder die städtischen Institutionen, die Freie Szene sowie die Kulturpolitik vertreten. Der Lenkungskreis schlägt Entwicklungsideen für die Umsetzung vor, die dann dem Ausschuss Kunst und Kultur beziehungsweise dem Rat zum Beschluss vorgelegt werden. 

Projekte zum Start

Mit dem Beschluss zur KEP wurde gleichzeitig auch das Bekenntnis abgelegt, mit drei Projekten in die Umsetzungsphase zu starten. Dazu gehören das Raummanagement, das Kulturmarketing sowie der Preis für Popmusik.

Schon bei den ersten Treffen an den Runden Tischen wurde deutlich, dass der große Bedarf der Kunst- und Kulturschaffenden an geeigneten und bezahlbaren Räumlichkeiten nur unzureichend abgedeckt ist. Der mit Dringlichkeit geforderte Wunsch eines zentralen Raummanagements, das nutzbare städtische und private Räume erfasst und Zwischennutzungen vermittelt, soll eines der ersten Projekte werden.

Ein professionelles Kulturmarketing wird künftig für die Kölner Kultur über Stadtgrenzen hinaus werben und die Vielfalt des städtischen und freien Kulturangebots der Stadt bekannt machen.

Der Holger Czukay Preis für Popmusik wurde im Oktober 2019 das erste Mal verliehen. Der Preis soll an Künstlerinnen und Künstler verliehen werden, die sich um das aktuelle Geschehen der Popmusik in Köln Verdienste erworben haben. Honoriert werden Kriterien wie künstlerische Eigenständigkeit, popkulturelle Relevanz und der Bezug zu und die Wirkung in Köln. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.

Projektstatus

Idee

Entwicklungsidee aus der KEP

Konzeption

Aufbereitung vor Ratsbeschluss

Ratsbeschluss

Beschluss ist erfolgt

Abgelehnt

Negativer Beschluss

Umsetzung

Projekt ist in Umsetzung

Abgeschlossen

Projekt ist abgeschlossen

Lenkungskreis

Zur Fortentwicklung der Kulturentwicklungsplanung (KEP) 2009 beauftragte der Ausschuss Kunst und Kultur 2015 die Verwaltung mit der Einrichtung eines Lenkungskreises, der sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Politik, der Freien Szene, der Fördervereine und
-institutionen des Kulturbereichs und der Verwaltung zusammensetzt. Dieser Lenkungskreis hat die bisherige KEP evaluiert und begleitet und organisiert nun deren Fortentwicklung mit einem Planungshorizont bis 2021.
Zur Gewährleistung eines unparteiischen, kompetenten und partizipativen Prozesses, in den die Kulturakteure der Stadt einbezogen wurden und werden, bestimmte der Lenkungskreis einen externen Moderator. An insgesamt 23 Runden Tischen wurden 2017 die Bedarfe, Wünsche und Visionen der Kulturschaffenden vorgebracht und diskutiert. Aus diesen Diskussionen gingen zahlreiche Entwicklungsideen hervor, die der Lenkungskreis ordnete und bewertete und in die KEP aufnahm. Nachdem diese 2019 vom Rat beschlossen wurde, wählt der Lenkungskreis nun sukzessive aus der KEP Maßnahmen aus, die gefördert und umgesetzt werden sollen.

Mitglieder des Lenkungskreises © Rheinisches Bildarchiv Köln / Michael Albers

Von links nach rechts:
1. Reihe: Dr. Ralph Elster, Karin Reinhardt, Dr. Jörg Biesler, Olaf Wegner, Susanne Laugwitz-Aulbach, Gisela Stahlhofen, Barbara Foerster, Dr. Eva Bürgermeister, Dr. Ulrich Wackerhagen
2. Reihe: Dietmar Kobboldt, Michael Lohaus, Friederike van Duiven, Maria Spering, Brigitta von Bülow, Prof. Klaus Schäfer

Lenkungskreis
(Stand Februar 2020)

Brigitta von Bülow, kulturpolitische Sprecherin (Bündnis 90/Die Grünen)
Friederike van Duiven, Sprecherrat des KulturNetzKöln
Dr. Ralph Elster, kulturpolitischer Sprecher (CDU) 
(Vertreterin Karin Reinhardt, Mitglied des Kulturausschusses CDU)
Barbara Foerster, Leiterin Kulturamt
Dr. Petra Hesse, Museum für Angewandte Kunst Köln, Direktorin
Dr. Hermann Hollmann, Vorsitzender des Kölner Kulturrats
Dietmar Kobboldt, Sprecherrat des KulturNetzKöln
Susanne Laugwitz-Aulbach, Beigeordnete für Kunst und Kultur
Michael Lohaus, Dezernat für Kunst und Kultur, Leiter Planungsreferat
Prof. Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher (SPD)
Maria Spering, Sprecherrat des KulturNetzKöln
Gisela Stahlhofen, kulturpolitische Sprecherin (Die Linke)
Dr. Hannelore Vogt, Stadtbibliothek, Direktorin
Dr. Ulrich Wackerhagen, kulturpolitischer Sprecher (FDP)
Patrick Wasserbauer, Bühnen Köln, Geschäftsführer
Olaf Wegner, Vorstand des Kölner Kulturrats

Moderator
Dr. Jörg Biesler